Der Buchstabe D

 

Darsana/ Darshana

Die 6 Darshanas sind die 6 orthodoxen Systeme der klassischen indischen Philosophie. Diese erkennen die (>) Veden als Urgrund aller Erkenntnis an (Astika). Im Gegensatz zu Nastika, den philosophischen Systemen, die die Autorität der Veden nicht anerkennt:

Zu den Darshanas gehören:
Nyaya - Schule der Erkenntnistheorie
Vaisheshika - naturphilosophische-dualistische Weltanschauung
Samkhya - atheistisch-dualisitsche Erlösungsphilosophie
Yoga - theistischer und praktischer Erlösungsweg, Gang zu Gott
Mimamsa - Ritualistik und Erkenntnisphilosophie
Vedanta - Zusammenfassung und das Ende des Veda

Darshan

Gott schauen

Demut

Nimvita, Vinaya

Deva

Gott, Gottheit, Engelswesen


Dharma

Die Prinzipien des Dharma sind für uns Westler am Schwersten zu fassen. Wenn man diese Prinzipien aber verstanden hat, versteht man auch, warum der Inder sein Schicksal mit größter Ergebenheit leben und in scheinbarer Lethargie hinnehmen kann:


Ein Leben nach dem göttlichen Gesetz, zu akzeptieren, das man in diesem Leben, in diese Kaste hineingeboren wurde
Die Pflichten der Kaste erfüllen
Glaubeswille: die ewige und tätigkeitsgemäße Pflicht, einem übergeordnetem Wesen zu dienen

Außer von der Kastenzugehörigkeit hängen die sozialen und religiöden Pflichten und Verantwortungen des Dharma vom Alter, Lebensstadium, Geschlecht und dem sozialen Status ab.
Es gibt unterschiedliche Ordnungen und Gesetze für Personen in einer bestimmten Lebensstufe, sowie verschiedene Vorschriften für die einzelnen Mitglieder der vier Stände in der Gesellschaft.


Besonders wichtige Tugenden im Dharma sind:
Wirklichkeitssinn (satyam)
Liebe und Enthaltung von Gewalt (ahimsa)
Zornlosigkeit (akrodha)
Freigebigkeit (danam)
Selbstlosigkeit, um nicht des Lohnes willens zu dienen (asteyam)
Reinheit des Bewusstseins (saucam)
Barmherzigkeit (brahmacarya)
Zügelung der Sinne (indriya-nigraha)
Nachsichtigkeit und Verzeihung (ksama)
Selbstkontrolle (dama)
Demut, um einem höherem Ziel zu dienen (aparigraha)
Urteilskraft (dhi)
Mildtätigkeit (dana)
Mitgefühl (daya)
Gastfreundschaft (atithi)


Diese Auswahl enthält keine Rangordnung.
Ähnliche Regeln finden wir im 8-stufugen Pfad des (>) Patanjali wieder. Hier sind sie in den (>) Yamas und (>) Niyamas definiert.


Zusammenfassung:
Ich habe mir, durch meine Taten im letzten Leben, dieses Leben "verdient". Jetzt ist es meine Aufgabe, in diesem Leben so viel gutes (>) Karma zu sammeln, damit es mir im NÄCHSTEN Leben besser geht!


Dharana

Konzentration. Durch Körperhaltungen, das Visualisieren bestimmter Konzentrationspunkte oder durch spezielle Atemübungen wird der Geist auf einen Fokus gerichtet. Stufe sechs des 8-stufigen Pfades des Patanjali.


Dhyana

Meditation, Versenkung. Durch das Wiederholen bestimmter Gedanken oder Leitsätze (Mantras), durch Achtsamkeits- oder Konzentrationsübungen soll sich der Geist beruhigen und sammeln. Meditation ist eine spirituelle Praxis und eine bewusstseinerweiternde Übung für Geist und Seele. Empfindungen im Körper während der Meditation: Stille, Leere, Einssein, Im Hier und Jetzt sein, frei von Gedanken sein oder In Gott sein.
Stufe sieben des 8-stufigen Pfades des Patanjali.


Doshas

"Fehler", die drei Temperamente des Ayurveda
kapha - Schleim
pitta - Galle
vata - Luft


Durga 

Die Gemahlin (>) Shivas. Sie heißt auch Parvati, Sati, Kali.
Sie repräsentiert die Mütterlichkeit, die kosmische Energie und die weiblichen Aspekte des Absoluten

Dvesa

Der Mensch leidet im Streit. Die Ursache ist das Klesha Dvesa (Hass, Abneigung). Fehleinschätzung von Daseinswerten.

Eines der 5 (>) Kleshas oder die (>) Fünffache Wurzel des Leidens oder die Hindernisse zur Selbsterkenntnis nach (>) Patanjali




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Dhyana
Meditation auf die Stille
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