Der Buchstabe J 


Jalandhara-Bandha

 

Kehl- oder Kinnverschluss, oder Nackenschleuse. Dabei wird der Hals gestreckt und das Kinn in Richtung Brustbein gedrückt. Dies soll den subtilen Nektar, Amrita, daran hindern, die Wirbelsäule hinabzufließen.
Jalandhara-Bandha zusammen geübt mit Mulandhara-Bandha hält Prana im Körper.

Jnana-Yoga

 

Jnana Yoga (Yoga des Wissens, Yoga der spirituellen Erkenntnis), ist das Streben nach Erkenntnis der letzten Wahrheit, um Erlösung (Moksha) vom Kreislauf der Wiedergeburten zu erlangen. Nach hinduistischem Verständnis ist die Wurzel von allem Übel, das „Nichtwissen“ (Avidya), und dieses wiederum ist die Ursache für die Wiedergeburten.

Nicht theoretische Gelehrsamkeit und Anhäufung von Einzelwissen ist das Ziel, sondern Weisheit - welches man erreicht, wenn man die Heiligen Schriften (die Veden) studiert.


Das Mahabharata beschreibt den Unterschied bildlich: „Wer nicht erkennt, sondern nur vieles gehört hat, kann den Sinn der Schriften nicht verstehen, so wie ein Löffel nichts vom Geschmack der Suppe weiß“.


Nach einer hinduistischen Philosophie (Advaita), ist dieses Wissen stets vorhanden. Es braucht nicht erworben, sondern nur enthüllt zu werden.


Die Wahrheit wird durch die vier Mahavakyas (große Sprüche, die die Quintessenz der Upanishaden) ausgedrückt:

  1. Tat tvam asi - Du bist DAS - (die göttliche Realität) - Chandogya Upanishad 6.8.7, Samaveda, Kaivalya Upanishad)
  2. Aham brahmasmi - Ich bin Brahman (Brihadaranyaka Upanishad 1.4.10, Yajurveda, Mahanarayana Upanishad)
  3. Ayam atma brahma - Das individuelle Selbst (Atman) und die Weltseele (Brahman) sind eins (Mandukya Upanishad 1.2, Atharvaveda)
  4. Prajnanam brahman - Bewusstsein ist Brahman (Aitareya Upanishad 3.3, des Rigveda)

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