Der Buchstabe V

 

Vairagya

Freisein von Begierden, Leigenschaftslosigkeit, Verzicht auf das Begehren weltlicher Dinge.

Es ist "die bewusste Selbstbeherrschung, um frei zu sein nach dem Begehren gesehener und gehörter Dinge" (Yoga-Sutra MS 1.12.)
Nach (>) Patanjali beruhigen (>) Abhyasa und Vairagya die Gedanken.

Varanasi

Varanasi (auch Benares oder Kashi, „die Leuchtende“), liegt am Ganges und ist eine der ältesten Städte Indiens und der Welt. Älter als Rom, gilt auch Varanasi als eine Ewige Stadt. Sie ist DIE heilige Stadt des Hinduismus schlechthin und wohl auch die religiöseste Stadt der Welt.

Varanasi hat 1.2 Mio. Einwohner.

Varanasi gilt als Stadt des Gottes Shiva. Ihm zu ehren, pilgern seit mehr als 2.500 Jahren Gläubige in die Stadt. Als besonders erstrebenswert gilt es für strenggläubige Hindus, in Varanasi im Ganges zu baden sowie dort einmal zu sterben und verbrannt zu werden. Entlang des Flusses ziehen sich kilometerlange stufenartige Uferbefestigungen hin, die Ghats. Hier baden die Gläubigen im Wasser des für sie heiligen Flusses. Wenige Meter weiter werden die Leichen der Verstorbenen verbrannt. Die Asche streut man anschließend ins Wasser. Ein Bad im Ganges soll von Sünden reinigen und gutes Karma produzieren. Wer in Varanasi stirbt und verbrannt wird, entsteigt dem Kreislauf der Wiedergeburt.

Varanasi ist eine der 4 Städte des Kumbh Mela (die größte spirituelle Festlichkeit der Welt  in Indien).


Veda, Veden

Der Begriff Veda ("Wissen", Mz. Veden) umfasst im weitesten Sinne die Gesamtheit der alten  Heiligen Schriften der Hindus, die von den Rishis (den Sehern) als göttliche Offenbarung geschaut wurden.


Am bekanntesten ist die Rig-Veda, die aus 1028 Hymnen besteht und in zehn Bücher gegliedert wird. Die Veden wurden exakt rezitiert und mit großer Genauigkeit über Jahrtausende mündlich überliefert. Das Wissen durfte nur an auserwählte Schüler weitergegeben werden. Erst um das 5. nachchristliche Jahrhundert wurden sie niedergeschrieben. Noch heute gibt es Brahmanen, die die Veden auswendig können.


Es gibt Theorien die besagen, dass die Veden in Europa (Finnland, Litauen) entstanden sein sollen. In Zeiten der Völkerwanderungen kamen sie nach Indien und blieben dort erhalten. Als Beweis nennt der indische Staatspräsident Tillak, die Usas. Die Usas sind die Göttinen der Mörgenröte. Ihnen sind die schönsten Gesänge in der Rigveda gewidmet. Diese 12 aufeinanderfolgenden Morgendämmerungen (die 12 Usas), begegnen uns aber nur in Polarkreis-Höhe. Dies sieht Tillak als Beweis, dass die Veden in Polarkreisregionen entstanden sein müssen (Tillak - Der arktische Ursprung der Veden).


Wir unterscheiden vier, in Sanskrit niedergeschriebene Sammlungen:
  • die Rigveda (Hymnen an die Götter mit Opfersprüchen und Opfergesängen)
  • die Samaveda (Veden der Gesänge und Lieder, Ergänzung der Rigveda - Sama = Melodie)
  • die Yajurveda (Veden der Opfersprüche und -formeln)
  • die Atharvaveda (Veden der Zaubersprüche und magischen Formeln)

Die Tradition der vedischen Gesänge wurde von der UNESCO unter die Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen.


Vedanta

Vedanta (Ende, bzw. Vollendung des Veda) ist neben dem Samkhya eine der heute populärsten Richtungen der indischen Philosophie. Vedanta bildet den Abschluss der vedischen Schriften und gehört zu den sechs klassischen orthodoxen philosophischen Systemen. Das Studium der Veden und das Befolgen der Rituale wurden als Voraussetzung für das Studium des höheren Wissens, des Vedanta, angesehen.


Die zentralen Themen sind:

Atman (innerstes Sein des Menschen, die Seele) und Brahman (Weltseele) sind eins. „Das bist du“ (Tat Tvam Asi), „Ich bin Brahman“.

Die Natur des Brahman ist satya („Wahrheit“), jnana („Erkenntnis“), ananta (Unendlichkeit) und ananda („Glückseligkeit“).


Viraha Agni

Trennung von Gott

Vishudda-Chakra

Das fünfte oder Kehlkopf-Chakra, verbunden mit der Schilddrüse. Energiezentrum für die Entwicklung von Kommunikation, Ehrlichkeit und Ausdruckfähigkeit.


Viveka

Unterscheidung



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