Fragen & Antworten

 

Wozu dient Yoga?

 

Yoga wurde entwickelt um sich selbst und seinen Körper zu „veredeln“. Durch Konzentrationsübungen lernen wir unsere umherschwirrenden Gedanken zu kontrollieren und lernen positiv zu denken.

Durch Körperübungen halten wir den Körper gesund.

Durch gezielte Atemübungen lernen wir tief zu atmen.

Durch Entspannungsübungen beruhigen wir Körper und Geist.

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Kommt Yoga aus Indien?

 

Ja, aber man ist sich heute darüber einig, dass er nicht dort entstanden ist. Die alte Gelehrtensprache „Sanskrit“, in denen die Heiligen Schriften der Inder niedergeschrieben sind, ist mit den europäischen Sprachen verwandt.

Wir sprechen deswegen von der indogermanischen (auch indo-arische) Sprachfamilie. Man nimmt an, das der Yoga im nordeuropäischen Raum, oberhalb des Polarkreises, entstand und durch eine erste Völkerwanderungswellen, 8000 v. Chr. nach Indien kam.

Hier blieb der Yoga über Jahrhunderte hinweg erhalten und wurden weiterentwickelt.

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Ist Yoga wirklich so alt?

 

Man hat nachgewiesen, das die Heiligen Schriften der Inder (die Veden) vor über 5000 Jahren niedergeschrieben wurden.

Die älteste der Schriften, die Rigveda, ist eine Sammlung von über 10.000 Versen und Hymnen. In der britischen Kolonialzeit haben Wissenschaftler festgestellt, dass die indischen Priester (Brahmanen) diese Schriften auswendig kannten. So geht man heute davon aus, dass die Verse und Hymnen noch viel älter sind.

Bevor sie vor 5000 Jahren schriftlich fixiert wurden, wurden sie mit Sicherheit über Jahrhunderte hinweg mündlich überliefert. Auch hier gehen die zeitlichen Angaben auf 8-10.000 Jahre v. Chr. zurück.

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Warum gibt es so viele Yoga-Richtungen?

 

Zum einen sind wir Menschen recht verschieden und zum anderen lernen wir Menschen unterschiedlich. Schon frühzeitig spaltete sich der Yoga in verschiedene Traditionslinien auf. So entstanden kraftvolle und dynamische Stile und andere, die eher meditativen Charakter haben.

Laut der Zeitschrift "Yoga Aktuell" gibt es über 300 verschiedene Yogastile, bzw. Lehrarten. Man meint, in einem regelrechten Yoga-Dschungel zu sein.

Wie finde ich meinen Stil? Wenn einem Übenden das Üben über längere Zeit gut tut oder er merkt, das sein Leben positiver als bisher abläuft, dann hat er mit Sicherheit seinen Stil gefunden.

In Chemnitz gibt es einige Yogaschulen, deren Stile sich unterscheiden, weil sie auf verschiedene Traditionen zurückgehen.

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Ist Yoga eine Religion?

 

Obwohl sich diese Nachrede hartnäckig hält: Nein! Yoga ist ein philosophisches Lehrsystem. Und für viele Übende wird diese Philosophie schließlich zum Lebensinhalt.

Es geht um Selbsterkenntnis, Selbstfindung und dem „Dienst am Du“ (etwa der christlichen Nächstenliebe). Der Yogi versucht sich einem idealen Leben zu nähern und es ideal zu meistern. Ziel ist die viel beschriebene Erleuchtung.

Dabei spielt es keine Rolle ob man an Jesus, Wodan, Krishna oder an was auch immer glaubt. Die Arbeit an der eigenen Persönlichkeit steht dabei überwiegend im Vordergrund.

Durch ein Vorleben ethisch-moralischer Werte, wirkt man schließlich positiv und konstruktiv in sein Umfeld und seine Mitmenschen hinein.

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Wie kann Yoga ein Weg sein, der nach Innen führt?

 

Neben den Körperübungen gibt es im Yoga spezielle Techniken der Entspannung und Meditation. Bei den Körperübungen lernen wir, auf unseren Körper zu hören. Wir spüren in den Körper hinein und nehmen bewusst die Veränderungen während des Übens wahr.

In der Entspannung oder der Meditation lernt man, die Gedanken zu kontrollieren und zu beruhigen. Wir ziehen quasi alle Sinne, mit denen wir sonst die Welt wahrnehmen, zurück und ruhen in uns Selbst. Dies ist zu Beginn nicht immer einfach. Gehen uns doch so viele Gedanken durch den Kopf. Aber die Stille in uns, ist das Ziel aller Yoga-Richtungen.

Das ist der Weg nach Innen. Aus dieser inneren Stille erwächst neue Lebenskraft.

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Wie oft sollte ich Üben?

 

Viele Menschen die Yoga probieren denken: „Jetzt mach ich mal einen 10-er Kurs mit und bin dann ein Leben lang gesund“. Leider funktioniert das so nicht. Im Yoga ist jede Gesunderhaltung auf Jahre angelegt und man ist nie fertig mit dem Üben.

Hier ist es besonders wichtig seine Einstellung einmal zu überprüfen. Wer zum Yoga geht, weil er „muss“ wird sicherlich nicht allzu lange Spaß am Üben haben. Wer aber mit Freude in eine Yogastunde geht, der wird auch recht bald die positiven Wirkungen des Yoga spüren.

Sicherlich wäre es sinnvoll, täglich ein "klein wenig" zu Üben. Die Meisten wissen aber, dass sie dies zu Hause eher nicht schaffen und kommen deswegen ein mal pro Woche zum Üben.

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Braucht man einen Lehrer, um Yoga zum Üben?

 

Ja, man braucht einen Lehrer oder eine Lehrerin. Vielleicht nicht ständig, aber sicher von Zeit zu Zeit.

Wenn man sich Yoga autodidaktisch aneignet, können sich verschiedene Fehler einschleichen, sodass statt Entspannung eher Verspannungen im Körper spürbar werden. Ein Yogalehrer oder eine Yogalehrerin können diese Fehlhaltungen sehen und gegebenenfalls korrigieren.

Wichtig wäre hier zu erwähnen: Jeder Übende übt nicht für den Yogalehrer, sondern ausschließlich für sich selbst.

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Yoga und Gewinn?
Wie ist das vereinbar?

 

Ursprünglich war Yoga so angelegt, das man für die therapeutischen Tipps das gab, was man glaubte, dass es das wert war – meist Naturalien. In Indien funktioniert das noch heute so.

In unserer westlichen Welt, ist das leider nicht realisierbar. Auch ein Yogazentrum unterliegt den örtlichen und gesetzlichen Bestimmungen: Miete, Strom, Wasser, Versicherungen, Fahrtkosten in verschiedene Einrichtungen etc.

Hier steht jeder Übende in einer Art Verantwortung gegenüber dem Yogazentrum, welches er besucht. Yoga ist bei uns eine Art Dienstleistung. Die Aufwendungen für diesen Service sind gering, verglichen mit der entstehenden Lebensqualität. Dafür bedarf es allerdings der Einsicht zu der Notwendigkeit, aktiv und präventiv etwas für seine Gesundheit tun zu wollen. Treffender als John Ruskin (englischer Schriftsteller und Maler, 1819-1900) kann man es nicht sagen: „Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden“.

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 Kann jeder Yoga üben?

 

Ja, der Yoga ist wirklich für jeden Menschen als Übungsweg geeignet.

In den Urschriften des Yoga heißt es, dass dieser Weg „den Jungen und Alten, den Gesunden und den Kranken“ offen steht. So gibt es Yoga für Senioren, für Schwangere und selbst für Kinder. Auch immer mehr Männer finden den Weg zum Yoga.

Wer viel geistig arbeitet oder recht aktiv ist bekommt etwas, um zur Ruhe zu kommen. Die Trägen bekommen etwas, um in Schwung zu kommen, die Steifen etwas, was sie beweglicher macht; die Schwachen etwas, das sie stärkt.

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Muss man sich beim Yoga wirklich so verbiegen?

 

Nein! Was man oft in Büchern sieht sind Übungen für Fortgeschrittene. In jeder Lehrart finden sich Übungen, die jeder Mensch praktizieren kann. Oft werden Anfängerkurse angeboten, die mit einfachen Übungen beginnen. Jede Übung kann man dann mit der Zeit steigern. Ein guter Yogalehrer weißt aber stets darauf hin, das es nicht wichtig ist, sich sonst wie zu verbiegen, sondern das es wichtig ist, etwas für seinen Körper zu tun. 


 

Muss man OM singen und was bedeutet das?

 

OM ist die heiligste Silbe der Inder, sowie das umfassendste und erhabenste Heils- und Glückssymbol in Indien.

Durch das rezitieren der Silbe OM lernt man seine Gedanken zu beruhigen. Dies kann man laut tun oder gar im Stillen. In einer Gruppe gesungen entfaltet das OM eine unglaubliche Wirkung. Viele Yogaschulen leiten ihre Übungsstunden mit dem OM ein oder beschließen diese damit. Das ist von Yogaschule zu Yogaschule verschieden. Manche lassen das OM ganz weg.

Durch das Aufmalen des OM-Symbols werden in Indien u.a. Neugeborene und Brautpaare gesegnet, aber auch Gegenstände und Häuser geweiht, um zum Beispiel gute Geister anzuziehen.

 

Muss ich Vegetarier werden?

 

Nein! Auch Yogis sind Menschen und genießen das Leben in vollen Zügen. Selbst in Sachen Ernährung gibt es kein festgeschriebenes Dogma. Dem Übenden ist frei gestellt, was er zu sich nimmt.

Allerdings ändern sich durch die Yoga-Praxis mitunter die Einstellungen zu bisherigen Lebensgewohnheiten und da kann es dann vorkommen, das man von sich aus auf Fleisch verzichtet.  

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