Was Ist Yoga?

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Das Yoga-Sutra des Patanjali

 

                                                                               

In früheren Kulturkreisen wurden Erfahrungen und Wissen stets mündlich überliefert. So wurden die großen Weisheiten und das Geistesleben von Priestern und Priesterinnen, über Generationen hinweg per gesprochenem Wort weitergegeben. Nur wer eine entsprechende Reife besaß, durfte in die Mysterien eingeweiht werden.

 

Die Weisen hüteten durch diese Tradition den Wissensschatz ihres Volkes und hätten lieber den Tod auf sich genommen, als ein Geheimnis preiszugeben.


Hiram, der Baumeister des salomonischen Tempels sei an dieser Stelle exemplarisch erwähnt.

(Lennhoff/Posner - Internationales Freimaurer-Lexikon)


                                                                                                                                           


Doch immer, wenn Weisheiten in Gefahr kommen verloren zu gehen, gibt es weitblickende Menschen die dieses Wissen in verschlüsselter Form, schriftlich fixieren, um es so der Nachwelt zu erhalten.

Beispiele dafür gibt es genügend:


So wurde z.B. die
Edda schriftlich verfasst, als machtbesessene Kirchen-Oberhäupter begannen, uns ihr krankmachendes Patriarch mit brutaler Gewalt aufzuzwängen und die ur-germanische Hochkultur als heidnisch abstempelte und anfing Druiden, Priesterinnen sowie freidenkende Frauen und Männer auf ihren Scheiterhaufen zu verbrennen.

Die mittelalterlichen
Bauhütten, aus denen sich die Freimaurerei entwickelte, wahrten ihre Geheimnisse ebenfalls durch das überlieferte Wort. Aus diesem Grund wurden auch hier, schriftliche Gesetze und Ordnungen lange Zeit nicht niedergeschrieben, um das Arkanum besser zu wahren. Erst als sich die Traditionen zu verflüchtigen begannen, beschlossen die Vertreter der vornehmsten Hütten den Kodex vom "Gerechten Steinmetz" schriftlich zu fixieren.

Ähnlich verhält es sich mit dem
Yoga-Sutra. Als sich die Lehren Buddhas in Indien ausbreiteten, drohte das Wissen um den Ur-Yoga verloren zu gehen, bzw. sich mit den buddhistischen Lehrmeinungen zu vermischen. Patanjali kommt die große Ehre zu, dieses Wissen gerettet zu haben. Dies geschah vermutlich in dem Zeitraum zwischen 200 v.Chr.- 200 n. Chr. Leider kann man heute nicht mehr feststellen, wann genau die Texte des Yoga-Sutra niedergeschrieben wurden.

Das
Yoga-Sutra des Patanjali ist nicht nur der älteste Text über den Yoga, sondern auch die einzige systematische Urschrift des Yoga.
Die 196 Merksprüche verteilen sich auf fünf Bücher.

Sigmund Feuerabendt übersetzte es im ursprachlichen Sinne in die deutsche Sprache und leistete damit einen unschätzbaren Beitrag kultureller Art. Der Text des Yoga-Sutra wurde so als Weltliteratur entdeckt und entschlüsselt.


Im vierten und größten Buch widmen sich 87 Merksprüchen dem Aufbau des Großen Yoga, dem Maha Yoga mit seinen acht bekannten Stufen.



Der 8-stufige Pfad - Weiter (r.u.)


 




 

 

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